Albe
„Das allen Weihestufen entsprechende liturgische Gewand ist die Albe, die mit einem Gürtel gehalten wird; es sei denn, sie ist so angefertigt, daß man sie auch ohne Gürtel tragen kann. Falls die Albe am Hals nicht gut schließt, soll man ein Schultertuch tragen. Die Albe kann nicht durch den Chorrock ersetzt werden, wenn Kasel oder Dalmatik anzuziehen sind oder die Stola das Meßgewand beziehungsweise die Dalmatik ersetzt. Zur Messe und zu anderen mit ihr verbundenen liturgischen Feiern trägt der Priester über Albe und Stola das Meßgewand (Kasel), sofern nichts anderes vorgesehen ist. Das Gewand des Diakons ist die Dalmatik, die über Albe und Stola getragen wird. Alle anderen, die einen Dienst am Altar versehen und nicht Priester oder Diakone sind, können ein anderes in den einzelnen Gebieten rechtmäßig zugelassenes Gewand tragen.“
In der evangelisch-lutherischen Kirche wurde historisch das Chorhemd, das bis ins 20. Jahrhundert in einigen Gegenden (z. B. in Sachsen) bei Abendmahlsgottesdiensten über dem Talar getragen wurde, als Albe bezeichnet. Die Albe in ihrer modernen Form als Mantelalbe mit Stola (mitunter fälschlich als „weißer Talar“ bezeichnet) hat in nahezu allen evangelischen Kirchen an Akzeptanz gewonnen, insbesondere durch ökumenischen Austausch. Auch wird sie zu besonderen liturgischen Anlässen von Pfarrerinnen und Pfarrern, in einigen Gemeinden als Amtstracht von Lektoren und Prädikanten, getragen. Mit dem Tragen der Albe in den evangelischen Landeskirchen werden die Gemeinde und der Träger selbst an ihre Taufe erinnert und Bezug genommen auf Luthers Priestertum aller Getauften.
In der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche kann die Albe mit Stola entsprechend der liturgischen Farbe des Kirchenjahres vom Pfarrer sowohl zu Predigt- als auch zu Abendmahlsgottesdiensten getragen werden.
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