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Liturgische Gewänder sind Kleidungsstücke, die während des Gottesdienstes vom Leiter der Feier (Bischof, Priester, Diakon,
Pastor, Prädikant) und den liturgischen Diensten (Messdiener, Lektor, Kantor, Küster, Kommunionhelfer) getragen werden.
Kasel
Die Kasel, auch Messgewand genannt, wird gedeutet als Erinnerung an das Zeltheiligtum, das
die Israeliten bei ihrer Wüstenwanderung mit sich führten (vgl. 2. Mose 33,7) und stammt von der römischen Paenula ab.
Es ist ein ärmelloser Überwurf mit Kopfausschnitt, meist in der liturgischen Farbe des Tages oder Anlasses, oft kostbar
bestickt. Im Gegensatz zur Kirche des ersten Jahrtausends ist die Kasel heutzutage fast nur zur Feier der Heiligen Messe in Gebrauch
eine der wenigen Ausnahmen ist die Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitag).
Dalmatik
Die Dalmatik ist das festlich geschmückte, heute kurzärmelige, ursprünglich aus dalmatinischer Wolle gefertigte Obergewand
des Diakons mit weiten Ärmeln und Zierstreifen, das insbesondere zur Hochamt getragen wird. Die Dalmatik kann vom Bischof auch
unter der Kasel getragen werden, um so zum Ausdruck zu bringen, dass dieser die Fülle des Weiheamtes innehat.
Albe
Die Albe ist das liturgische Grundgewand. Sie ist grundsätzlich knöchellang und erinnert an das Taufkleid und die weißen
Gewänder der Johannesoffenbarung. Alle die einen liturgischen Dienst am Altar versehen, können bzw. sollen Alben oder von der
Albe abgeleitete Gewänder tragen.
Stola
Die Stola, ein schalartiges, beiderseits etwa knielanges Gewandstück, ist das Zeichen des priesterlichen Amtes. Bischof, Priester
und Diakon tragen sie bei allen Sakramentsfeiern, Wortgottesdiensten, Andachten und Segenshandlungen, die sie leiten, u. U. (etwa am Krankenbett)
direkt über der Alltagskleidung oder der Albe, bei der Messe gewöhnlich unter dem Messgewand. Vor der Liturgiereform wurde
die Stola vom Priester vor der Brust überkreuzt, vom Bischof immer schon in der heutigen Form getragen. Die Stola des Diakons
wird diagonal über Brust und Rücken getragen und liegt auf der linken Schulter auf.
Chorhemd und Rochett
Das Chorhemd ist ein hüft - oder knielanges weißes, oft gefälteltes Obergewand, das von der Albe abstammt. Es wird ?ber dem Talar bzw. der Soutane getragen. Der Priester trägt Soutane, Chorhemd und Stola bei Gottesdiensten ohne Eucharistiefeier oder bei Messen, in denen er weder Zelebrant noch Konzelebrant ist. Talar und Chorhemd sind die verbreitetste Messdienergewandung. Im Unterschied zum Rochett hat das Chorhemd an den Ärmeln einen etwas weitereren Schnitt. Mit Rochett wird traditionell das Chorhemd höherer Geistlicher (Prälaten) mit eng geschnittenen Ärmeln, die häufig verziert sind (Spitzen, Rüschen), bezeichnet. Es ist jedoch umgangssprachlich weit verbreitet, das Chorhemd ebenfalls als 'Rochett' zu bezeichnen.
Talar
Der Talar ist das knöchellange liturgische schwarze Gewand, das zur sogenannten Chorkleidung gehört, die von Priestern,
Ministranten und anderen liturgischen Diensten getragen werden kann. Darüber wird ein Chorhemd oder Rochett getragen.
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